Sonnenenergie für die Kitefu Primary School in Arusha

Arusha, Tansania, RESET

Problem

Noch immer sind viele Dörfer Afrikas nicht an das Stromnetz angeschlossen. Einkommensschwache Haushalte sowie öffentliche Einrichtungen decken ihren Energiebedarf mit gesundheits- und umweltschädlichen Energiequellen wie Petroleumlampen und Diesel-Generatoren.

Solution

RESET stattet eine Grundschule in Tansania mit einem innovativen Solarsystem aus. Schüler und Lehrer bekommen saubere Energie über eine wartungsarme Anlage – für verbesserte Lehr- und Lernbedingungen.

 

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Project Description

Licht anknipsen mit Solarenergie: RESET startet die Elektrifizierung einer Grundschule in Maji ya Chai (Region Arusha) in Tansania – für die nachhaltige Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen.

Die Kitefu Primary School (Reg.-number: AR/02/2/130) hat bisher keine Anschluss an das Stromnetz und wird auch in absehbarer keinen Zugang bekommen. Ziel des Projektes ist daher die nachhaltige, zuverlässige und kostengünstige Elektrifizierung der Schule über ein Solarsystem.

Mit dem 200Wp Solarsystem von Mobisol und dem Anschluss von effizienten LED Lampen zur Innen- und Außenbeleuchtung wird die gesamte Schule beleuchtet, Mobiltelefone der Lehrenden können aufgeladen, Geräte wie Radio und Laptop betrieben werden. Über USB-Sticks wird zudem der Zugang zur digitalen Welt möglich. Damit hört der Unterricht nicht mit der Dämmerung auf und die Regenzeit bedeutet keine Auszeit vom Unterricht mehr. Umwelt- und gesundheitsschädliche Kerosinlampen sind nicht mehr nötig.

Gleichzeitig dient die Anlage der Veranschaulichung von Lehrprojekten zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Klimawandel. Die Solaranlage wird zu einem Modell, anhand dessen die über hundert Kindern der Grundschule die Nutzung von Sonnenenergie verstehen lernen.

Wir freuen uns darauf, wenn in der Schule der erste Sonnenstrahl zu Strom wird! Deine Spende ist der erste Schritt!

Impact des Projektes für die Community

Strom und Licht sorgen für bessere Unterrichtsbedingungen: auch an regnerischen Tagen haben die Kinder der Kitefu Primary School genug Licht zum Lernen und den Lehrkräften wird ermöglicht, nach Einbruch der Dunkelheit die Aktivitäten des nächsten Tages vorzubereiten. Die Solaranlage liefert genug Strom, um Laptops zu betreiben und damit Fotos und Videos zu zeigen oder Einführungen in Computernutzung zu geben. Im Internet kann nach geeigneten Lehrmaterialien bzw. Materialien und Programmen zu Themen wie spielerisches Lernen oder Gesundheitsvorsorge gesucht werden.

Impact für die Umwelt

Der Einsatz von Solarenergie schützt die Umwelt, da fossile Energiequellen ersetzt werden. Um abends den Unterricht vorzubereiten, hat das Lehrpersonal bisher Kerosinlampen genutzt. Doch haben diese viele Nachteile: die fossilen Brennquellen tragen durch ihren CO2-Ausstoß zum Klimawandel bei, verschmutzen die Umwelt und sind zudem teuer. Außerdem stellen Kerosinlampen eine Brandgefahr dar und sind eine besondere Gesundheitsbelastung für Kinder, da das kontinuierliche Einatmen des schädlichen Rauchs gravierende gesundheitliche Schäden verursacht. Solarlampen oder LEDs hingegen sind einfach zu bedienen und weitaus heller und effizienter.

Handys werden aktuell an Autobatterien oder umweltbelastenden Dieselgeneratoren aufgeladen, Taschenlampen und Radios mit Batterien betrieben, für die es in der Region keine Recyclingmöglichkeiten gibt. Mit dem verfügbaren Solarstrom ist eine umweltschonende Aufladung der Geräte möglich.

Zusätzlich zu dem direkten Impact auf die Umwelt trägt die Installation und der Betrieb der Solaranlage – ein bedeutendes Event für die Schule und die gesamte Nachbarschaft – zur Aufklärung der SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zu den Themen Klimawandel, Umweltschutz und erneuerbare Energien bei.

Die Solaranlage

Die Solaranlage ist ein Modell des Unternehmens Mobisol. Wir haben dieses gewählt, da sie leicht zu bedienen ist und als „plug-and-play“ System funktioniert. Die Anlage wird von ausgebildeten und zertifizierten TechnikerInnen installiert und gewartet, so dass keine Gefahren aus nicht sachgemäß durchgeführten Installationen bestehen. LehrerInnen werden in die Nutzung der Anlage durch die TechnikerInnen eingeführt. Die Wartung der Anlage in den ersten drei Jahren wird garantiert und potentielle Probleme werden innerhalb von 48 Stunden von qualifiziertem Servicepersonal behoben.

Mobisol hat seinen Sitz in Berlin und seit seiner Gründung über 30 000 Einheiten in zwei Pilotphasen in Tansania und Kenia installiert.