Mad'Eole, Mit Windstrom den Tropenwald retten, Madagaskar

Madagaskar, Mad'Eole

Problem

Madagaskar zählt zu den arten­reichsten Gebieten der Erde. Doch 90% der einzig­artigen Regenwälder sind bereits gerodet, da wegen des fehlenden Strom­netzes viele ländliche Haushalte auf Holz als Energie­lieferanten angewiesen sind.

Solution

Madagaskar bekommt seinen ersten Wind­park. Außerdem werden Gemeinden darin unter­stützt, kleine Wind­energie-Anlagen zu errichten. Das entwickelt die Region und schützt den Regen­wald.

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Die Doppelstrategie von Mad´Eole

Das Projekt Mad´Eole setzt auf eine Doppelstrategie: Der erste Windpark Madagaskars wird errichtet, um die umweltfreundliche Energieversorgung der Städte sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes nachhaltig zu unterstützen. Parallel dazu werden die ländlichen Regionen sukzessive mit kleineren Windenergie-Anlagen ausgestattet.

Dabei muss sich Dorfbevölkerung selber stark engagieren. Etwa 10 Prozent der Kosten werden durch die Bevölkerungen in Form von lokalem Material und Arbeit geleistet. Der Strom wird zwar kostengünstig abgegeben, aber die Einnahmen decken die Kosten, um die Anlagen langfristig zu unterhalten. Die gemeinnützige Organisation Mad’Eole sichert dabei den technischen Support.

Durch die alternative Energiequelle werden Madagaskars Regenwälder nicht mehr so stark durch Feuerholz-Rodung dezimiert. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen durch den Regenwaldschutz insgesamt 14 000 t CO2 reduziert werden.

Windenergie für Madagaskar

Windenergie bietet sich in Madagaskar besonderes an, da das Land mit seiner 5000 Kilometer langen Küste ausserordentlich positive Winddaten aufweist. Selbst in der an sich windarmen Regenzeit von Januar bis März werden immer noch sehr gute Winderträge erzielt.

Ziele des Projektes sind:

1. Regenwald- und Klimaschutz: Die Bevölkerung der Region erhält Anreize, den Konsum von Holzkohle zugunsten der erneuerbaren Windenergie rasch und dauerhaft zu verringern. Der Druck auf die Wälder der Region wird verringert, deren Bedeutung in der CO2-Senkung wird langfristig erhalten.

2. Die Abhängigkeit von Erdöl für die Stromproduktion wird ebenso reduziert wie der Ausstoss von Kohlendioxid.

3. Der Norden wird mit erneuerbarer Energie beliefert. Neben Windenergie werden weitere erneuerbare Energien im Projektverlauf integriert werden.

4. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, da dauerhafter Arbeitsplätze für gut qualifizierte Arbeitskräfte in Entwicklung, Überwachung und Unterhalt und für wenig ausgebildete Handwerker in Produktion und Zulieferung geschaffen werden.  

Kontakt:

Mad'Eole in Europa: Förderverein Mad'Eole

Schweiz: Stefan Frey, Dornacherstrasse 8, BP 355, CH-4603 Olten

E-Mail: mad-eole@bluewin.ch

www.madeole.org